Warum bist du Pastor?
Die simple Antwort ist: Weil Gott mich (und natürlich meine Frau Mary Ellen) dazu berufen hat! Als ich 18 Jahre alt war, wollte Gott mein Leben komplett auf den Kopf stellen und hat mich gerettet und als mein alter Mensch gestorben ist, ist auch mein Plan meiner Zukunft gestorben. Stattdessen kam ich zu einem neuen Leben und in dieser geistlichen Auferstehung machte Gott klar, dass ich ihm auf diese Weise dienen sollte. Danach kamen fast 12 Jahre Vorbereitung und Bestätigung dieser Berufung, aber letztlich hat er mich nach Leipzig geführt, um diese Kirche zu gründen und als Pastor hier zu dienen. In den letzten 18 Jahren hat Gott meinen Willen und mein Können immer stärker geformt und mich darauf vorbereitet, dies zu tun. Gott beruft seit jeher die Schwachen und stärkt sie dann und das darf ich erleben, auch wenn ich der Kirche oft wünsche, dass sie einen reiferen Friedrich bekommen hätten, als der, der ich heute noch bin.
Was begeistert dich am meisten an deinem Beruf?
Ich liebe Menschen und ich liebe es, anderen Menschen dabei zu helfen, gesünder und reifer zu werden. Gott nutzt auch meine Gaben, aber vielmehr noch, macht er aus meiner kaputten Biographie ein Werkzeug, welches Licht in diese Welt bringt und das fasziniert mich. ER entscheidet sich in seiner Gnade dazu, mich zu einem Diener seiner Kirche zu machen und erlaubt es mir, Menschen in SEINE Gegenwart zu führen. Was für eine Ehre!
Wie bist du zum Leipzigprojekt gekommen?
André und das Startteam haben unserer Familie ‘Asyl’ gewährt, nachdem sich unsere anderen Pläne für Gemeindegründung in Schall und Rauch aufgelöst haben. Kurz bevor das Startteam begann hierher zu ziehen, schlossen wir uns dem Team an und sind somit seit Beginn der Gründung dabei!
Was genau sind deine Aufgaben in der Kirche?
Als Pastor diene ich in erster Linie durch Wort und Gebet, indem ich alleine oder mit anderen Gottes Wort lese und lehre und für und mit Menschen bete. Dies fließt natürlicherweise in Seelsorge und Jüngerschaft über, sodass ich viel Zeit mit Menschen verbringe, um sie in ihrem Leben und bei ihren Aufgaben unterstütze. Konkret bin ich im Leipzigprojekt für Kleingruppen zuständig und betreue als Pastor die Kinderarbeit.
Was ist dein Lieblingsort in Leipzig?
Die Feuerstelle an der Friesenstraße.
Was machst du gern, wenn du nicht in der Kirche arbeitest?
Irgendwas mit Menschen (primär meiner Frau und Kindern) aber auch Hobbys, wie Joggen, Gesellschaftsspiele, Lagerfeuer, Cocktails shaken, Holz hacken, Sauna oder Klettern (aber dafür ist im Alltag nicht immer so viel Zeit).
Was wünschst du dir für das Leipzigprojekt?
Das wir eine Kirche sind, die Jesus liebt. Das bedeutet für mich, A) dass wir Ihn persönlich und mit Anderen im Alltag und in der Stille durch Gebet und sein Wort suchen, B) dass wir Seine Kirche, die Gemeinde, aktiv durch Gebet, Präsenz, Wort und Tat lieben und C) dass wir Seiner Welt und konkret dieser Stadt, durch Verkündigung und praktischer Liebe dienen. Kurz gesagt, dass wir die alles zerstörende Selbstbezogenheit ablegen, um in der Gegenwart Gottes den Blick auf die Menschen um uns herum zu richten.