Warum bist du Pastor?
Ich liebe Menschen und ich liebe die Bibel.In keinem anderen Beruf kommen diese beiden Dinge so gut zueinander. Schon als Jugendlicher habe ich den Ruf in den geistlichen Dienst gespürt und viele Menschen um mich herum haben mich ermutigt, dem nachzugehen. Nach der Schule habe ich 10 Jahre im öffentlichen Dienst (Beamter der Stadt Hamburg) gearbeitet, weil ich zum einen Lebenserfahrung sammeln wollte und zum anderen mein Charakter noch geformt werden musste, bevor ich die Verantwortung des Dienstes als Pastor tragen konnte. So hatte ich auch die Möglichkeit, neben dem Beruf Theologie zu studieren und meine Überzeugungen zwischen Seminar und echter Welt zu erproben.
Heute ist es mir die größte Freude und Ehre, Gott und seiner Kirche auf diese Weise zu dienen und der Welt von Gottes Liebe zu erzählen.
Was begeistert dich am meisten an deinem Beruf?
Es ist das größte Privileg eines Pastors in der ersten Reihe stehen zu dürfen, wenn Gott Menschen begegnet und sie Schritte im Glauben machen, Jesus nachfolgen und tiefe, persönliche Veränderung und Heilung erfahren. Jedes Mal, wenn jemand in unsere Kirche kommt, begeistert mich die Frage: “Wie will Jesus sich dieser Person zeigen, sie heilen und durch sie andere segnen?” Ich will da dabei sein und mich später auf der Reise darüber freuen, was Gott im und durch das Leben eines Menschen getan hat.
Warum wolltest du gern in Leipzig eine Kirche gründen?
Ich liebe Skeptiker und ich liebe die Kirche. Nur bei einer Kirchengründung kommen diese beiden Dinge so deutlich zusammen. Ich bin selbst nicht christlich aufgewachsen und erst später zum Glauben an Jesus gekommen. Schon von Anfang meines Glaubenslebens an hatte ich den Wunsch, Kirche für Kirchenferne zu gestalten, also für Menschen, denen, wie mir damals, alles in der Kirche fremd ist. Wie kann der christliche Glaube für säkulare Menschen Relevanz gewinnen und Sinn ergeben? Ich glaube, in einer Stadt wie Leipzig lässt sich das am Besten herausfinden und ich glaube, nur die Kirche kann die Antwort darauf liefern.
Was genau sind deine Aufgaben in der Kirche?
Meine Aufgabe ist es, die Kirche in Lehre und Vision anzuleiten und die Nachfolger von Jesus an den Auftrag von Jesus zu erinnern, ‘Jünger zu machen’ (Matthäus 28, 18-20)..
Konkret übernehme ich einen Großteil des Predigtdienstes, erarbeite Inhalte für die Kleingruppen und anderes Material, bin verantwortlich für den Bereich Liturgie (Gottesdienstgestaltung), leite gemeinsam mit Friedrich das Büroteam und unsere ehrenamtlichen Bereichsleiter und komme bei jeder Gelegenheit mit Menschen über Jesus ins Gespräch, denen der christliche Glaube noch fremd ist (z.B. bei Formaten wie Bier & Bibel). Ich habe natürlich auch eine Menge administrative Aufgaben.
Was ist dein Lieblingsort in Leipzig?
Der Cospudener See im Sommer an einem Mittwochvormittag gemeinsam mit meiner Frau… Jetzt, wo ich das verraten habe, bleibt es hoffentlich dabei :) .
Was machst du gern, wenn du nicht in der Kirche arbeitest?
Ich fotografiere, lese und koche gern (und wie man unschwer erkennen kann, konsumiere ich das Gekochte dann auch gern). Besonders wichtig ist mir aber die Zeit mit meinen drei Söhnen, die (noch) jede Sekunde mit ihrem Papa feiern, was ich, so lange es geht, auskosten möchte.
Was wünschst du dir für das Leipzigprojekt?
Noch viel mehr von dem, was wir in den letzten Jahren hier erleben durften! Menschen, die Jesus begegnen, die im Leben vorankommen, Jesus näherkommen, ihre Nachbarn und Nächsten lieben und dabei selbst zu Vorbildern und Leitern in Gottes Reich werden.